Sonntag, 10. Mai 2015

8. Etappe - wir haben es geschafft!

Da wir heute, an unserem letzten Wandertag, nur fünf Kilometer vor und hatten gönnten wir uns was und schliefen bis 08:00 Uhr. Einige wachten früher auf, aber der Großteil nutzte die Zeit. 
Der Weg zum Waschhause fühlte sich endlos weit weg an, aber es versprach, ein schöner Tag zu werden. Also cremten sich alle gleich ein. Nachdem der Bus gepackt war schnappten wir uns unsere Rucksäcke und gingen wieder zu dem Café von gestern Abend, zum Frühstücken. Bestens gelaunt machten wir uns auf den Weg. Vorbei am Monte do Gozo, bergab - mit Blick auf Santiago. Parallel zu uns lief eine Horde Menschen, die von einem Fernsehteam begleitet wurde. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass es sich um Terry Porter (NBA-Spieler) handelt, der auch vor acht Tagen in Sarria gestartet ist. An verschiedenen Punkten fanden Fototermine statt, so dass wir die Gruppe überholten. Dann machten wir aber noch einmal Rast im Café, letzter Drink und Toilettepause. Terry und die hunderten von Menschen überholten uns. Als wir gerade wieder los wollten musste Robin leider spucken. Herr Fritze blieb mit ihm im Café, der Rest ging - schweigend - durch Gassen zur Kathedrale, wo uns Hasi in Empfang nahm. Wie wir erfuhren war es gut, dass wir Terry vorbei gelassen haben, da der gesamte Platz vor der Kathedrale voll war mit Menschen, die ihn sehen wollten. Wir hatten schönstes Wetter und so konnten wir, mit Zeit, den Moment genießen, Tränen liefen, Freude und Erschöpfung machten sich breit. 
Während ich noch einmal zurück zu Robin und Herrn Fritze ging (Robin und ich fuhren dann mit dem Taxi zur Herberge, Herr Fritze lief) gingen die anderen direkt in die Herberge. Es ist ein altes Kloster, welches zum Hotel umgebaut wurde. Schönste Zweibettzimer erwarteten uns, mit sauberer Bettwäsche! Aber nicht alle waren begeistert, denn man fühlte sich auch ganz schön allein. Es gab Zeit zum Duschen, schlafen, unterhalten, "chillen"! Selbst die Betten wurden - in gewohnter Weise der letzten Tage - gemacht. (Und wir freuten uns über die Selbständigkeit!) Danach trafen wir uns im Aufenthaltsraum und sangen unser Lied. Etwas abgeändert vom Text von Gregor:
"Schweige und höre
Neige deines Herzens Ohr,
spüre den Frieden!"
Eine kleine, aber sehr passende Änderung! Vorbei an der Kathedrale gingen wir zum Pilgerbüro, um uns endlich unsere wohlverdiente Compostella abzuholen. Ein freudiger Moment. Unter anderem auch, da es Robin, nachdem er geschlafen hat, schon wieder besser ging und mitkommen konnte. (auch wenn es zum Abendessen nur trockenes Brot und Tee gab.....) Und dann gab es endlich auch Abendessen. 
Zurück zur Herberge besprachen wir noch kurz den morgigen Tag, dann ging es ab ins Bett. 
Ein schöner Tag ging zuende. Für manche war es aber auch ein trauriger Tag, ist mit heute doch das Wandern beendet und damit auch das Ende der Reise sehr nah!
Ich freue mich auf das Ende der Welt!



























Kommentare:

  1. Was für eine spannende Zeit! Wir sind super stolz auf alle kleinen und großen Helden.
    Genießt eure Belohnung am Ende der Welt, das habt ihr euch verdient! Hoffentlich scheint die Sonne für euch!
    Ganz liebe Grüße von Robins Papa und Mama

    AntwortenLöschen
  2. Mein Text wird hier einfach nicht veröffentlich vom "Blogger" ! Ich - Mama von Gregor - bin voller Tränen und Stolz auf Euch, daß Ihr es so gut bis zu diesem Standort nun geschafft habt - und ich war innerlich jeden Schritt bei Euch ..................!!!! Geniesst noch die letzten Tage in hoffentlich Sonnenschein mit Spaß und Freude am erreichten Ziel. Ich schließe Euch schon jetzt ALLE in die Arme. Liebe Grüße, Katrin

    AntwortenLöschen